Heft 08/2012

Heft August 2012

"Blickpunkt Dienstleistung" Heft 08/12 - Inhalt

  • Einschnitt für die Zeitarbeit

  • Dr. Alexander Bissels Zur Zulässigkeit des Ausgleichs von einsatzfreien Zeiten aus dem Arbeitszeitkonto

  • Lünendonk®-Blitzumfrage Equal-Pay 2012/2013 – „Reduzierte Erwartungen bei hoher Unsicherheit“

  • Recruiting in der Zeitarbeit: der Wettbewerb um die besten Fachkräfte hat begonnen

  • IW-Zeitarbeitsindex: 863.000 Zeitarbeitnehmer im Juni - 3,1Prozent mehr Beschäftigung in der Zeitarbeit

  • Trendforscher Matthias Horx skizziert beim Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister künftige Arbeitswelten: Die arbeitende Zukunftsgesellschaft

  • Schlagabtausch zwischen Zeitarbeitnehmerin und DGB-Funktionär bei BAP-Diskussion in Nürnberg "Jeder kann für sich selbst entscheiden"

  • Wilhelm Oberste-Beulmann  wiedergewählt

  • VZa: Neue Struktur für die neue Zeit

  • Adecco Stellenindex Deutschland 57.628 untersuchte Angebote im ersten Halbjahr 2012

  • Mitarbeiterbefragung beim Personaldienstleister bestätigt gutes Arbeitsklima und hohe Zufriedenheit im Kundeneinsatz Hofmann Personal: Zeitarbeitsmitarbeiter urteilen positiv

  • Rekrutierung ausländischer Fachkräfte: Deutschland nutzt weltweites Potenzial nur mangelhaft

  • 76 Prozent der übernommenen Zeitarbeitnehmer hätten ohne die Tätigkeit als Zeitarbeitnehmer keinen festen Job erhalten Zeitarbeit ist der Weg aus der Arbeitslosigkeit

  • Piening Personal investiert in Weiterbildungsoffensive Fortbildung schafft Chancen für Mitarbeiter und Bewerber

  • meteor Personaldienste erhält IZS-Vertrauenssiegel

  • MONDI Mitarbeiter feiern zehnjähriges Jubiläum

  • Protest gegen Zusatzkosten bei der Berufsgenossenschaft: Arbeitgeberverbände schreiben an das Bundesarbeitsministerium Solidarprinzip nicht aushebeln

  • 2011: Zahl der unbefristet in Vollzeit Beschäftigten steigt deutlich

  • 500.000 Jobs durch den Handel mit Osteuropa und China

  • Zeitarbeit: Tarifangleichung auch für die Eisenbahn – Branchenzuschläge mit einheitlichem Muster

  • Ein Arbeitsleben lang bei MT Industrietechnik GmbH & Co. KG: Martin Eckleben und Lars Hoßfeld feiern Jubiläum "Nur ein einziges Mal gefehlt"

  • GeAT-Inhaber Helmut Meyer zeigt wie es geht Das Geheimnis der Mitarbeiterbindung und -motivation

  • Arbeitsrechtsexperte Jörg Hennig kritisiert Ursula von der Leyen und will einheitliche Equal-Pay-Regelung Branchenzuschlagstarife der Zeit-arbeit: Meilen- oder Stolperstein?

  • Wann, was, wo gebaut wird

  • Zeitarbeit zwischen Optimismus und Risiken - DIHK legt Umfragergebnisse vor

Leseprobe

Recruiting in der Zeitarbeit: der Wettbewerb um die besten Fachkräfte hat begonnen.

Die Zeitarbeit boomte in den letzten Jahren, doch der Zenit ist überschritten. Und was macht die Branche? Sie intensiviert die Kundenakquise und übersieht dabei, dass der eigentliche Engpass die Fachkräfte sind. Nur wer gute Arbeitskräfte zu vermitteln hat, wird sich im schrumpfenden Markt behaupten. Logische Konsequenz: Werben Sie um Zeitarbeitnehmer wie um Kunden.

Das Problem ist bekannt: Facharbeiter sind Mangelware und damit sinkt auch die Zahl der verfügbaren Fachkräfte für Zeitarbeitsunternehmen. Auch die Ursachen sind kein Geheimnis:

• Die gute Konjunktur schafft Fest-Arbeitsplätze. 

• Infolge der demographischen Entwicklung kommen weniger Lehrlinge nach als Mitarbeiter in Rente gehen.

• Die Zahl der Zeitarbeitsanbieter ist gestiegen.

Zusätzliches Problem infolge dieser Arbeitskraft-Verknappung sind hohe Übernahmequoten. Diesen Trend fühlt die ganze Branche und eine Blitzumfrage der Düsseldorfer Unternehmensberatung StufeZwei bestätigt: Aus nahezu allen Zeitarbeitsfirmen wandern mehr Mitarbeiter als je zuvor in feste Arbeitsverhältnisse ab. Das schmälert das Umsatzpotenzial.

Wer ist der Kunde?

Angesichts dieser grundlegenden Marktveränderung reicht es nicht, bisher Bewährtes einfach zu verstärken. Grundsätzliches Umdenken ist angesagt. Zeitarbeitsunternehmen müssen sich fragen, in welche Kunden Disponenten ihre Zeit investieren. Kunden, das sind nicht nur die Unternehmen. Auch Bewerber und Mitarbeiter sind als Kunden zu betrachten.

Nach Jahren des komfortablen Bewerberüberhangs ist der Wettbewerb um gute Bewerber entbrannt. Konkurrenten auf dem schrumpfenden Bewerbermarkt sind nicht nur andere Zeitarbeitsanbieter, sondern auch die Unternehmen, die mit Festanstellung locken. Grundsätzliches Umdenken bedeutet: Der Kandidat, der heute an der Bewerbertheke erscheint, ist der Deckungsbeitrag von morgen. Entsprechend ist er zu umwerben. Bewerber sind heute aufgeklärter. Sie kennen ihren Wert, wissen um die Angebotsvielfalt und wollen nur beim besten Zeitarbeitsunternehmen einsteigen. Pünktliche Lohnzahlung halten sie für selbstverständlich. Wer auf dem Kandidatenmarkt gewinnen will, muss zwei zentrale Aufgaben optimal bewältigen:

• Geeignete Bewerber finden und ansprechen (Kommunikationswege) 

• Sich selbst als Arbeitgeber optimal präsentieren

Wo sind die Kunden zu gewinnen?

Das Mindeste für ein Unternehmen ist ein aktueller (!), übersichtlicher Stellenmarkt auf der eigenen Webseite. Zum Standard geworden sind auch MCP-Systeme. Multichannel Posting erlaubt das automatisierte Einstellen von Stellenanzeigen in Jobportalen wie stepstone.de, monster.de, meinestadt.de oder VerBIS, der Jobbörse der Arbeitsagentur.

Das reicht aber nicht. Unerlässlich ist zudem eine aktive und gezielte Ansprache der Bewerber in ihrem berufsspezifischen Umfeld, z.B. über Handwerkskammern, Innungen oder Branchenzeitschriften.

Bewerber für sich werben lassen!

Unschlagbar in der Bewerberwerbung ist das Empfehlungsmarketing. Mitarbeiter empfehlen ihr Zeitarbeitsunternehmen – das ist effektiv und sogar kostenlos, allerdings: Empfehlungen werden Unternehmen nur bekommen, wenn sie den Nerv der Bewerber treffen. Hier sind wir beim zweiten zentralen Punkt, der Ansprache der Bewerber und den Botschaften, die Unternehmen über sich vermitteln. Bei der Botschaft geht es um das klassische Ziel jeder Art von Vertriebsarbeit, um die Abgrenzung von anderen Zeitarbeitsfirmen: Welche Vorteile haben Bewerber beim eigenen Unternehmen, die von anderen nicht so leicht imitierbar sind?

Leistungen kommunizieren

Wenn Unternehmen auf wenige oder nur eine Branche spezialisiert sind, sollten sie dies herausstellen. Bewerber fühlen sich mit ihren (...)

Timo Mühlmann



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